Dance

Alix Eynaudi

E N C HA N T É E S

TQW Studios
TQW Studios
€ 5

Di 03. – Sa, 07. Dezember / TQW Studios + TQW Halle G
Alix Eynaudi
E N C HA N T É E S
(TQW Explore)
Di–Fr € 5, Sa € 10 / Wochenticket € 20 (exklusive Workshop)

Alix Eynaudi, Tänzerin und Choreografin, galt viele Jahre als Geheimtipp. Eine virtuose und charismatische Tänzerin, die mit jedem Stück, das sie schuf, an den Konventionen des Genres rüttelte und dabei gleichzeitig das Publikum stets zu bezaubern verstand. Alix Eynaudi ist angesichts ihrer Bandbreite und dank ihres Interesses an der Schnittstelle zwischen Forschung und Tanz eine Idealbesetzung für TQW Explore – eine von Künstler*innen kuratierte Woche, die sich an gar nichts halten muss und bei der das Publikum in den spezifischen Kosmos einer Künstler*in eintauchen kann. Dieser Kosmos heißt bei Eynaudi dann E N C HA N T É E S – ein Wortspiel, das im Deutschen von verwunschen bis entzückt bedeutet und einen unendlichen Spielraum eröffnet. Von Dienstag bis Freitag trifft Eynaudi in einem von ihr gestalteten Setting als Tänzerin auf vier junge Künstler*innen/Kurator*innen – Dissertant*innen an der Akademie der bildenden Künste Wien. In Lectureperformances werden diese die Bereiche Tanz und Choreografie lose umkreisen. Der Samstag in der Halle G ist kuratiert von der Pianistin Han-Gyeol Lie. Zu Schubertklängen in G Dur werden maßgeschneiderte Cocktails von Alex Franz Zehetbauer gemixt.
Professionelle Tänzer*innen können bereits an den Vormittagen am eigens für TQW Explore entwickelten Training von Alix Eynaudi teilnehmen.
Mit: Mihred Kebede, Olia Sosonovkaya & Aleksei Boisionok, Eliana Otta, Virgine Bobin, Han-Gyeol Lie und Alix Eynaudi
Alix Eynaudi, zweifache Mutter, lebt und arbeitet in Wien. Sie wurde an der Opéra de Paris als Balletttänzerin ausgebildet und war Teil verschiedener Ballettkompanien, bevor sie bei P.A.R.T.S. aufgenommen wurde. 1996 wurde sie Teil von Anne Teresa De Keersmaekers Kompanie Rosas, für die sie sieben Jahre lang arbeitete. Seit 2005 entwickelt Alix eigene Stücke: Crystalll, gemeinsam mit Alice Chauchat (2005), Supernaturel (2007), Long Long Short Long Short (imagetanz 2009) in Kollaboration mit Agata Maszkiewicz. 2011 leitete sie gemeinsam mit Kris Verdonck eine künstlerische Untersuchung von Schlaf, die zu dem Solo Exit (2011) wurde. Es folgten Monique (2012), ein Duett mit Mark Lorimer, das von Bondage inspiriert war, und 2015 Edelweiss. Chesterfield enstand 2017 und beschäftigt sich mit unendlicher Softness. Aktuell arbeitet sie an Noa & Snow, einem Forschungsprojekt unterstützt vom Wissenschaftsfonds (FWF), das Poetik als Mittel zur Erforschung von Andersartigkeit, Koexistenz, Gastfreundschaft, Fürsorge und Kollektivität vorschlägt. Unterrichten ist ebenfalls Teil der künstlerischen Praxis von Alix Eynaudi, u. a. hält sie Workshops im Tanzquartier Wien, im Kunstencentrum BUDA und an anderen Festivals und Häusern ab. Außerdem tritt sie in Stücken anderer Künstler*innen auf, z. B. von Anne Juren, Superamas, Boris Charmatz und Jennifer Lacey.

Di 03. Dezember, 18–20 Uhr
Mihret Kebede
(Lectureperformance)

Mi 04. Dezember, 18–20 Uhr
Olia Sosnovskaya & Aleksei Borisionok
(Lectureperformance)

Do 05. Dezember, 18–20 Uhr
Eliana Otta
(Lectureperformance)

Fr 06. Dezember, 18–20 Uhr
Virginie Bobin

Sa 07. Dezember, 19.30 Uhr
Deep Hanging Out Day
Han-Gyeol Lie, Konzert
parallel encounters – session #1 in G-Dur
Mit Cocktails von Alex Franz Zehetbauer
Inkl. Kinderbetreuung – um Anmeldung wird gebeten

Mit .akut – Verein für Ästhetik und angewandte Kulturtheorie kuratiert die Pianistin Han-Gyeol Lie in der Halle G einen Abend in G-Dur für Alix Eynaudi und eröffnet damit eine schubertiadische Serie um den Topos von Tonarten, eine Kooperation mit dem Wiener Volksliedwerk. Wie stehen die Koordinaten, Bezugssysteme und Verwandtschaftsverhältnisse von einzelnen Tonarten zu der uns vertrauten ästhetischen Welt? Spiegeln die Tonarten uns nicht im Spektrum all ihrer Farben? Leben wir in Terz- oder Quintschritten? In einem konkreten Raum, mit einem konkreten Werk und einer konkreten Widmung soll diesen und ähnlichen Fragen nachgegangen werden. Mit G-Dur zu operieren bedeutet an diesem Abend, eine Tonart des Kollektivs und der künstlerischen Gemeinschaft in den Raum zu setzen. Als einfache, neutrale und zugleich utopische Tonart bietet G-Dur eine perfekte musikalische Carte blanche, um verschiedenste Interventionen freizulegen, aufzuwirbeln und rondoartig durch den Raum zirkulieren zu lassen.

Veranstalter: Tanzquartier Wien